In Goethes Faust II erscheinen zwei Gestalten aus der griechischen Mythologie.  
Helena und Cheiron 

Cheiron
Bild: (https://www.postavy.cz/48467-cheiron/)

Cheiron ist ein Kentaur, also halb Mensch halb Pferd. Er ist, genau wie Zeus und seine Geschwister, ein Sohn des Kronos. Jedoch ist er nur der Halbbruder der Götter und gehört somit nicht zum Olymp. Er gilt als sehr weise und geduldig. Während andere Kentauren sehr brutal sind und Aussenstehenden abgeneigt, ist Cheiron friedfertig und offen. Darüber hinaus besitzt er zahlreiche Fähigkeiten. Oft wird er auch als erster Arzt der Geschichte und Begründer der Chirurgie bezeichnet. Sein Wissen und seien Fähigkeiten gab er auch an Andere weiter. Er erzog viele Götter Kinder und trainierte viele Helden. Unter ihnen auch Achilleus, Herakles oder Helenas Brüder Kastor und Polydeukes. Er wird oft als Lehrer Figur oder als weiser Helfer in Geschichten verwendet. So tritt er auch in Faust II auf.  

Helena
Bild: (https://thehistorianshut.com/2018/08/09/helen-of-troys-extreme-happiness-potion/)

Helena war die Tochter der Leda. Sie und ihr Bruder Polydeukes waren Kinder des Zeus und daher Halbgötter. Ihre anderen beiden Geschwister, Kastor und Klytämnestra waren die Kinder des Königs Tyndareos von Sparte und daher Menschen. Die Göttliche Abstammung von Helena und Polydeukes war niemandem bekannt. Doch das Göttliche Blut liess Helena eine bildhübsche Frau werden. So wurden alle vier als Prinzen und Prinzessinnen von Sparta gesehen. Die beiden Brüder Kastor und Polydeukes machten sich schon früh zu Abenteuern auf und verzichteten auf den Tron. Die älteste Tochter Klytämnestra heiratete Agamemnon und wurde somit Königin von Mykene. Also hatte Tyndareos nur noch eine Nachfarin. Da eine alleinherrschende Königin nicht üblich war in Sparta, musste er sie so schnell wie möglich verheiraten, um die Tron Folge zu sichern. Jedoch wusste er nicht mit wem. 

Da trat König Odysseus auf den Plan. Er war König von Itaka und galt als sehr schlau und gerissen. Odysseus machte seinem Freund Tyndareos einen Vorschlag. Er solle Helena selber ihren Mann wählen lassen und die anderen Eheanwärter zu einem Schwur zu zwingen. Wen auch immer Helena wählen werde, alle anwesenden verpflichten sich die Ehe zu schützen.  

Also gab Tyndareos ein Fest, auf dem er entscheiden wollte, wer Helenas Mann werden würde. Als alle versammelt waren, gab Tyndareos bekannt, dass Helena selber wählen dürfe, unter der Bedingung, dass alle die um ihre Handanhalten Helenas Entscheidung respektieren und die resultierende Ehe schützen werden. Jeder der Anwesenden Adligen und Könige willigte ein.  
Odysseus, wusste, dass Helena noch jung und naiv war und daher den starken Krieger und Prinzen Menelaos wählen würde. Und genau so kam es auch. Menelaos der Bruder von Agamemnon war Helenas Wahl. Damit waren die Schwestern Helena und Klytämnestra von Sparte mit den Brüdern Agamemnon und Menelaos von Mykene verheiratet. Agamemnon war König von Mykene und Menelaos war König von Sparte. Das Band zwischen diesen beiden Staaten war unzertrennlich. Da dies die beiden Mächtigsten Reiche Griechenlands waren, formten sie ein unbesiegbares Bündnis. Dies war auch für Odysseus von Vorteil, da auch er mit Sparta verbündet war und dieses Bündnis sein kleine Land Itaka schützte.  

Über die Jahre der Ehe merkte Helena, dass ihr Mann zwar ein grosser Krieger war, aber kein guter Ehemann. Sie begann ihre Entscheidung zu bereuen. Doch da kam eines Tages der Trojanische Prinz Paris nach Sparta. Ein Junger Mann, zwar kein guter Krieger aber ein Romantiker und viel liebreizender und respektvoller als Menelaos. Die beiden verliebten sich ineinander. Doch Paris musste wieder zurück nach Troja. Er entschied sich Helena heimlich mitzunehmen.  
Menelaos war natürlich erzürnt. So ging er zu seinem Bruder Agamemnon, um mit ihm gegen die Trojaner in den Krieg zu ziehen. Es waren aber nicht nur die beiden Brüder, die in den Krieg zogen, denn fast alle Könige Griechenlands haben geschworen die Ehe zwischen Helena und Menelaos zu schützen. So versammelte Griechenland sein erstes gemeinsames Heer und zog gegen Troja in den Krieg. Nach dem Krieg wurde Helena wieder nach Sparta geschickt, wo sie von ihrem Mann Menelaos den Göttern geopfert wurde. Denn Menelaos sah seine Frau lieber tot als bei einem anderen Mann.  

Helena wird neben Aphrodite oft als Personifikation der Schönheit genutzt. Sie tritt meist als schöne, junge und naive Frau auf. 
In Goethes Faust spielt vor allem Helenas Tod eine grosse Rolle.  

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