
Christa Wolf
Bild: (https://www.hdg.de/lemo/biografie/christa-wolf.html)
Christa Wolfs Kassandra ist eine neue Sicht auf den trojanischen Krieg und vor allem auf Kassandra. Im Mythos selbst spielt Kassandra eine Nebenrolle, während sie in Christa Wolfs Werk die Hauptrolle spielt. Das Buch spielt kurz vor ihrem Tod und beinhaltet diverse Reflexionen des Trojanischen Krieges.
In diesem Text wird hin und wieder Achilles erwähnt. Dieser wird in Christa Wolfs Werk nur als “das Vieh” bezeichnet. Er steht in der Erzählung von Christa Wolf für das böse und zerstörerische.
Kassandra war eine Priesterin des Apollon in Troja. Sie war auch verwand mit der Königsfamilie. Als der Trojanische Krieg begann, wurde der Tempel des Apollon schon sehr früh zerstört, da er sich ausserhalb der Stadt befand.
Kassandra die ihre Stadt nicht verlieren wollte, betete jeden Tag zu Apollon und brachte ihm Opfergaben. So wurde der Gott auf sie aufmerksam. So entschied er sich, der Priesterin die Gabe der Weissagung zu geben. Damit war Kassandra in der Lage Dinge zu sehen die noch nicht passiert sind. Sie hatte also Visionen von der Zukunft.
Apollon empfand die junge Frau als äusserst schön. Also begab er sich in Menschengestallt zur Erde. Er wollte Kassandra zur Frau haben. Doch Kassandra wies ihn ab. Daraufhin spuckte Apollon ihr in den Mund, wodurch sie verflucht wurde. Von nun an sollte ihr niemals wieder jemand glauben. Sie besass also die Gabe der Weissagung, jedoch wurde ihr nie geglaubt. So musste Kassandra den Untergang ihrer Stadt ansehen und konnte nichts tun. Alles wovor sie den König warnte, passierte genauso wie sie es sagte, und doch glaubte ihr niemand. Nach der Zerstörung ihrer Stadt wurde Kassandra nach Mykene mitgenommen. Sie wusste bereits, dass sie dort ermordet wird, doch sie konnte nichts tun.